ETF Sparplan mit 9% Rendite pro Jahr – Deutschland

9 % Rendite pro Jahr – das liegt über dem historischen Durchschnitt des MSCI World und entspricht eher einem Portfolio mit Übergewichtung von Technologie, Small-Caps oder Schwellenländern. In bestimmten Dekaden (z. B. 2010-2020) hat der S&P 500 sogar über 13 % jährlich erzielt. Dieses optimistische Szenario zeigt, was möglich ist, wenn die Märkte langfristig gut laufen – sollte aber nicht als Planungsgrundlage dienen. Die Berechnung berücksichtigt die deutsche Abgeltungssteuer (26,375 % inkl. Soli) mit 30 % Teilfreistellung für Aktien-ETFs – so siehst du dein realistisches Netto-Ergebnis.

300€/Monat 20 Jahre 9% Rendite

Ergebnis

Alle Werte auf Basis der Szenario-Parameter.

Endkapital (brutto)
€ 196.783
ohne Steuern/Inflation
Nach Steuern
€ 173.745
Abgeltungssteuer + Soli
Realwert
€ 132.429
Inflation: 2% p.a.
Eingezahlt
€ 72.000
Sparrate + Startkapital
PostenWert
Brutto-Gewinn€ 124.783
Kosten (TER 0.2% p.a.)€ 5.086
Steuern (geschätzt)€ 23.038
Netto-Gewinn€ 101.745

Jährliche Entwicklung

JahrEingezahltBruttoNettoRealwert
Jahr 1 € 3.600 € 3.776 € 3.744 € 3.702
Jahr 2 € 7.200 € 7.899 € 7.770 € 7.592
Jahr 3 € 10.800 € 12.399 € 12.104 € 11.684
Jahr 4 € 14.400 € 17.311 € 16.774 € 15.993
Jahr 5 € 18.000 € 22.674 € 21.811 € 20.536
Jahr 6 € 21.600 € 28.528 € 27.249 € 25.332
Jahr 7 € 25.200 € 34.919 € 33.124 € 30.399
Jahr 8 € 28.800 € 41.895 € 39.477 € 35.757
Jahr 9 € 32.400 € 49.510 € 46.351 € 41.428
Jahr 10 € 36.000 € 57.823 € 53.794 € 47.435
Jahr 11 € 39.600 € 66.898 € 61.859 € 53.804
Jahr 12 € 43.200 € 76.805 € 70.601 € 60.560
Jahr 13 € 46.800 € 87.620 € 80.083 € 67.733
Jahr 14 € 50.400 € 99.425 € 90.374 € 75.352
Jahr 15 € 54.000 € 112.313 € 101.547 € 83.450
Jahr 16 € 57.600 € 126.381 € 113.682 € 92.062
Jahr 17 € 61.200 € 141.739 € 126.869 € 101.224
Jahr 18 € 64.800 € 158.503 € 141.203 € 110.978
Jahr 19 € 68.400 € 176.805 € 156.790 € 121.364
Jahr 20 € 72.000 € 196.783 € 173.745 € 132.429

Was dieses Ergebnis für dich bedeutet

Mit einer monatlichen Sparrate von 300 € über 20 Jahre zahlst du insgesamt € 72.000 ein. Durch den Zinseszins-Effekt bei einer jährlichen Rendite von 9 % wächst dein Depot auf € 196.783 brutto an. Das bedeutet: € 124.783 deines Endkapitals stammen allein aus Kursgewinnen und Dividenden – also Geld, das dein Geld für dich verdient hat.

In Deutschland fällt auf den Gewinn die Abgeltungssteuer an (26,375 % inkl. Soli). Dank der 30 % Teilfreistellung für Aktien-ETFs beträgt deine geschätzte Steuerlast € 23.038. Nach Steuern bleiben dir € 173.745. Den Sparerpauschbetrag von 1.000 € hat der Rechner konservativ nicht berücksichtigt – dein tatsächliches Netto-Ergebnis kann also noch besser ausfallen.

Berücksichtigt man die Inflation von 2 % pro Jahr, entspricht dein Endkapital einer heutigen Kaufkraft von € 132.429. Du hast € 72.000 eingezahlt und nach Steuern sowie Inflation € 60.429 an realem Vermögen hinzugewonnen.

Zinseszins-Effekt: 300 € über 20 Jahre

Der Zinseszins ist der mächtigste Verbündete langfristiger Anleger. In diesem Szenario zahlst du über 20 Jahre insgesamt € 72.000 ein. Dein Brutto-Endkapital von € 196.783 zeigt: 63 % deines Vermögens stammen aus dem Zinseszins-Effekt – nicht aus deinen Einzahlungen.

Besonders in den späteren Jahren beschleunigt sich das Wachstum deutlich. Während deine Einzahlungen konstant bei € 3.600 pro Jahr bleiben, wachsen die jährlichen Erträge immer stärker, weil auch die bereits erzielten Gewinne mitverzinst werden. Diesen Effekt siehst du besonders deutlich in der jährlichen Aufschlüsselung weiter oben.

Die ETF-Kosten (TER) von 0.2 % pro Jahr reduzieren dein Endkapital um € 5.086. Das zeigt, wie wichtig günstige ETFs sind – selbst kleine Kostenunterschiede summieren sich über 20 Jahre zu beachtlichen Beträgen.

Steuer-Optimierung für ETF-Anleger in Deutschland

Als Anleger in Deutschland profitierst du von der 30 % Teilfreistellung auf Aktien-ETFs. Das bedeutet: Nur 70 % deiner Gewinne werden mit 26,375 % (Abgeltungssteuer + Solidaritätszuschlag) versteuert – die effektive Steuerlast liegt damit bei nur ~18,46 %. Dieser Vorteil wurde 2018 mit dem Investmentsteuerreformgesetz eingeführt und macht Aktien-ETFs steuerlich attraktiver als Anleihen-ETFs oder Mischfonds.

Nutze den Sparerpauschbetrag: Als Einzelperson kannst du 1.000 € an Kapitalerträgen pro Jahr steuerfrei vereinnahmen (2.000 € für zusammenveranlagte Ehepaare). Richte bei deinem Broker einen Freistellungsauftrag ein, damit die Steuer nicht automatisch abgezogen wird. Bei thesaurierenden ETFs fällt jährlich die Vorabpauschale an – ein kleiner Steuerbetrag, der beim späteren Verkauf verrechnet wird.

Beliebte Broker für ETF-Sparpläne in Deutschland sind Trade Republic, Scalable Capital, ING und die DKB. Achte auf kostenlose Sparplan-Ausführung und eine breite ETF-Auswahl. Viele dieser Broker bieten über 2.000 sparplanfähige ETFs – ideal, um den passenden Welt-ETF für deine Strategie zu finden.

Du investierst in Österreich? Dort gilt die KESt von 27,5 % ohne Teilfreistellung. Gleiche Berechnung für Österreich anzeigen.

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Häufig gestellte Fragen

Ist 9% Rendite realistisch?

Über einzelne Dekaden ja – der S&P 500 erzielte 2010-2020 sogar ~13 % p.a. Über 30+ Jahre sind 9 % beim MSCI World aber eher die Obergrenze. Wer gezielt Tech oder Small-Caps übergewichtet, hat höhere Chancen auf 9 %, aber auch mehr Risiko.

Welche ETFs könnten 9% Rendite erzielen?

ETFs mit Faktor-Übergewichtung: MSCI World Momentum, MSCI World Small Cap, Nasdaq-100 oder MSCI Emerging Markets haben in guten Phasen 9-12 % geschafft. Aber: Höhere Rendite bedeutet höhere Schwankung und längere Verlustphasen.

Sollte ich mit 9% planen?

Nein – plane konservativ mit 5-7 % und freue dich, wenn es mehr wird. 9 % als Planungsgrundlage führt dazu, dass du zu wenig sparst. Nutze dieses Szenario als Best-Case-Vergleich, nicht als Erwartung.

Wie wird dieser ETF-Sparplan in Deutschland besteuert?

In Deutschland fällt die Abgeltungssteuer (25 % + 5,5 % Soli = 26,375 %) an. Dank 30 % Teilfreistellung für Aktien-ETFs liegt die effektive Steuer bei ~18,46 %. Zusätzlich kannst du den Sparerpauschbetrag von 1.000 € (2.000 € für Ehepaare) nutzen.

Was ist die Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs in Deutschland?

Die Vorabpauschale ist eine jährliche Mindestbesteuerung für thesaurierende Fonds. Sie berechnet sich aus dem Basiszins (vom BMF festgelegt) × 70 % × Fondsvolumen am Jahresanfang, abzüglich Ausschüttungen. Beim späteren Verkauf wird die bereits gezahlte Vorabpauschale verrechnet – es entsteht keine Doppelbesteuerung.

Welche Broker eignen sich für ETF-Sparpläne in Deutschland?

Empfehlenswerte Broker für deutsche Anleger: Trade Republic (ab 1 €, kostenlose Ausführung), Scalable Capital (ab 1 €, Flatrate-Modell), ING (ab 1 €, breite Auswahl), DKB (ab 25 €, solides Girokonto). Alle bieten automatische Steuerabführung und Freistellungsauftrag.

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