ETF Sparplan mit 4% Rendite pro Jahr – Österreich

4 % Rendite pro Jahr ist ein vorsichtiges Szenario, das etwa einem Portfolio mit 50 % Aktien und 50 % Anleihen entspricht – oder einem globalen Aktien-ETF nach Abzug einer höheren Inflationsrate. Viele Finanzberater nutzen 4 % als konservative Planungsgrundlage für die Altersvorsorge. Dieses Szenario zeigt dir, wie sich dein Sparplan entwickelt, wenn du eher pessimistisch rechnest. Die Berechnung berücksichtigt die österreichische Kapitalertragsteuer (KESt) von 27,5 % ohne Teilfreistellung – du siehst dein realistisches Netto-Ergebnis nach Steuern.

300€/Monat 20 Jahre 4% Rendite

Ergebnis

Alle Werte auf Basis der Szenario-Parameter.

Endkapital (brutto)
€ 107.934
ohne Steuern/Inflation
Nach Steuern
€ 98.052
27,5% KESt
Realwert
€ 72.637
Inflation: 2% p.a.
Eingezahlt
€ 72.000
Sparrate + Startkapital
PostenWert
Brutto-Gewinn€ 35.934
Kosten (TER 0.2% p.a.)€ 2.465
Steuern (geschätzt)€ 9.882
Netto-Gewinn€ 26.052

Jährliche Entwicklung

JahrEingezahltBruttoNettoRealwert
Jahr 1 € 3.600 € 3.675 € 3.654 € 3.603
Jahr 2 € 7.200 € 7.492 € 7.412 € 7.201
Jahr 3 € 10.800 € 11.457 € 11.276 € 10.796
Jahr 4 € 14.400 € 15.575 € 15.252 € 14.389
Jahr 5 € 18.000 € 19.852 € 19.343 € 17.981
Jahr 6 € 21.600 € 24.295 € 23.554 € 21.573
Jahr 7 € 25.200 € 28.909 € 27.889 € 25.167
Jahr 8 € 28.800 € 33.702 € 32.354 € 28.764
Jahr 9 € 32.400 € 38.680 € 36.953 € 32.366
Jahr 10 € 36.000 € 43.851 € 41.692 € 35.973
Jahr 11 € 39.600 € 49.221 € 46.575 € 39.587
Jahr 12 € 43.200 € 54.800 € 51.610 € 43.209
Jahr 13 € 46.800 € 60.594 € 56.800 € 46.841
Jahr 14 € 50.400 € 66.612 € 62.153 € 50.483
Jahr 15 € 54.000 € 72.862 € 67.675 € 54.138
Jahr 16 € 57.600 € 79.355 € 73.372 € 57.806
Jahr 17 € 61.200 € 86.098 € 79.251 € 61.488
Jahr 18 € 64.800 € 93.103 € 85.319 € 65.187
Jahr 19 € 68.400 € 100.378 € 91.584 € 68.902
Jahr 20 € 72.000 € 107.934 € 98.052 € 72.637

Was dieses Ergebnis für dich bedeutet

Mit einer monatlichen Sparrate von 300 € über 20 Jahre zahlst du insgesamt € 72.000 ein. Durch den Zinseszins-Effekt bei einer jährlichen Rendite von 4 % wächst dein Depot auf € 107.934 brutto an. Das bedeutet: € 35.934 deines Endkapitals stammen allein aus Kursgewinnen und Dividenden – also Geld, das dein Geld für dich verdient hat.

In Österreich fällt auf den Gewinn die KESt von 27,5 % an – ohne Teilfreistellung und ohne Freibetrag. Deine geschätzte Steuerlast beträgt € 9.882. Nach Steuern bleiben dir € 98.052. Achte darauf, nur Meldefonds (bei der OeKB registriert) zu nutzen, um eine pauschale Strafbesteuerung zu vermeiden.

Berücksichtigt man die Inflation von 2 % pro Jahr, entspricht dein Endkapital einer heutigen Kaufkraft von € 72.637. Du hast € 72.000 eingezahlt und nach Steuern sowie Inflation € 637 an realem Vermögen hinzugewonnen.

Zinseszins-Effekt: 300 € über 20 Jahre

Der Zinseszins ist der mächtigste Verbündete langfristiger Anleger. In diesem Szenario zahlst du über 20 Jahre insgesamt € 72.000 ein. Dein Brutto-Endkapital von € 107.934 zeigt: 33 % deines Vermögens stammen aus dem Zinseszins-Effekt – nicht aus deinen Einzahlungen.

Besonders in den späteren Jahren beschleunigt sich das Wachstum deutlich. Während deine Einzahlungen konstant bei € 3.600 pro Jahr bleiben, wachsen die jährlichen Erträge immer stärker, weil auch die bereits erzielten Gewinne mitverzinst werden. Diesen Effekt siehst du besonders deutlich in der jährlichen Aufschlüsselung weiter oben.

Die ETF-Kosten (TER) von 0.2 % pro Jahr reduzieren dein Endkapital um € 2.465. Das zeigt, wie wichtig günstige ETFs sind – selbst kleine Kostenunterschiede summieren sich über 20 Jahre zu beachtlichen Beträgen.

Steuer-Besonderheiten für ETF-Anleger in Österreich

In Österreich unterliegen Kapitalerträge aus ETFs der KESt von 27,5 % – ohne Teilfreistellung und ohne jährlichen Freibetrag. Das bedeutet: Jeder Euro Gewinn wird besteuert, egal wie klein der Betrag ist. Im Vergleich zu Deutschland (effektiv ~18,46 %) zahlst du als österreichischer Anleger spürbar mehr Steuern, was bei langen Laufzeiten einen erheblichen Unterschied macht.

Besonders wichtig für österreichische Anleger: Investiere ausschließlich in Meldefonds, die bei der Österreichischen Kontrollbank (OeKB) registriert sind. Nicht-Meldefonds werden pauschal mit 27,5 % auf 90 % des Jahreshöchstkurses besteuert – selbst wenn der Fonds Verluste gemacht hat. Die gängigen Welt-ETFs von iShares, Vanguard und Xtrackers sind als Meldefonds verfügbar.

Für die automatische KESt-Abführung brauchst du einen steuereinfachen österreichischen Broker. Flatex AT, DADAT und die Easybank übernehmen die Steuerberechnung und Meldung ans Finanzamt. Wenn du einen ausländischen Broker wie Trade Republic oder Scalable Capital nutzt, musst du die KESt selbst in der Steuererklärung (Formular E1kv) angeben – das erfordert Aufwand bei jeder Vorabpauschale und jedem Verkauf.

Du investierst in Deutschland? Dort gilt die Abgeltungssteuer mit 30 % Teilfreistellung. Gleiche Berechnung für Deutschland anzeigen.

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Passe die Parameter an deine persönliche Situation an:

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Häufig gestellte Fragen

Ist 4% Rendite realistisch für einen ETF-Sparplan?

Für ein ausgewogenes Mischportfolio (50/50 Aktien/Anleihen) sind 4 % historisch realistisch. Für einen reinen Aktien-Welt-ETF ist es eher die untere Grenze – selbst nach Inflation hat der MSCI World über 20 Jahre meist 4-5 % real erzielt.

Warum sollte man mit 4% statt 7% planen?

Weil konservative Planung vor Enttäuschung schützt. Wenn du mit 4 % rechnest und 7 % erzielst, bist du positiv überrascht. Umgekehrt kann es teuer werden, wenn du 7 % einplanst und nur 4 % bekommst – etwa wenn du dadurch zu wenig sparst.

Für wen eignet sich das 4%-Szenario?

Für defensive Anleger, Mischportfolios, kürzere Laufzeiten (unter 10 Jahre) oder als konservative Grundlage für die Rentenplanung. Auch wer in der Entnahmephase ist, sollte eher mit 4 % rechnen.

Wie wird dieser ETF-Sparplan in Österreich besteuert?

In Österreich fällt die Kapitalertragsteuer (KESt) von 27,5 % an – ohne Teilfreistellung und ohne Freibetrag. Achte darauf, nur Meldefonds (bei der OeKB registriert) zu kaufen, um eine pauschale Strafbesteuerung zu vermeiden.

Was sind Meldefonds und warum sind sie in Österreich wichtig?

Meldefonds sind bei der Österreichischen Kontrollbank (OeKB) registrierte Investmentfonds. Nur bei Meldefonds wird die tatsächliche Kursgewinnsteuer berechnet. Nicht-Meldefonds werden pauschal mit 27,5 % auf 90 % des Jahreshöchstkurses besteuert – auch bei Verlusten. Prüfe den Meldefonds-Status auf profitweb.at.

Welche steuereinfachen Broker gibt es in Österreich?

Steuereinfache Broker für österreichische Anleger: Flatex AT (breiteste ETF-Auswahl, kostenlose Sparpläne), DADAT (österreichische Bankgruppe) und Easybank (BAWAG-Tochter). Diese Broker führen die KESt automatisch ab – du brauchst nichts in der Steuererklärung anzugeben.

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